Ausgabe Nr. 5/2026

HIAB von Notterkran Vier Kranfahrzeuge für TIT Imhof ARV Rechte und Pflichten DELEGIERTENVERSAMMLUNG Abschiede und Anfänge RENAULT TRUCKS E-TECH T 780 Reichweite und Sicherheit Die Fachzeitschrift für Berufschauffeure Nr. 5 | 2026 ISSN 1423-4319 Fr. 10.00

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1 4 / 2023 EDITORIAL VERBAND Bewegende Delegiertenversammlung 6 HUPAC Mehr Volumen trotz schwachem Umfeld 8 IFAT MÜNCHEN Nachhaltige Mobilität 12 TRANSPOTEC LOGITEC Starke Messe in Mailand 14 MAN E-Palette ist komplett 15 VOLVO TRUCKS Ein FH16 780 fürs Wallis 18 RÜCKBLICK Die IToY-Gewinner 1997 bis 2001 20 RENAULT TRUCKS Der E-Tech T 780 rollt an 22 DIESEL UND GAS Neue Verbrennermotoren von Volvo 30 SPEZIALTRANSPORT Trafos für das Stromnetz Antimaterie? Klar, liefern wir! Wer noch auf der Suche nach einem Argument war, den hohen universellen Wert des Lastwagens und des Chauffeurberufs zu untermauern, der wurde kürzlich fündig: Am Kernforschungszentrum CERN in Genf ist es Physikern nämlich gelungen, erstmals Antimaterie erfolgreich auf der Strasse zu transportieren. Mit einem speziell ausgestatteten Lastwagen wurden 92 Antiprotonen unbeschadet über das Gelände gefahren, um künftige Transporte zu anderen europäischen Laboren vorzubereiten. Die Meldung mutet schon fast wie ein Urknall an. Denn: Antimaterie wird nur am CERN von Menschenhand hergestellt und wurde bisher nie transportiert. Beim Urknall soll denn auch die Antimaterie entstanden sein, im gleichen Masse wie die Materie. Nur dass die Antimaterie irgendwie aus dem Universum verschwunden ist, was nichts weniger als das wohl grösste Rätsel der Physik darstellt. Aber wir wussten es schon immer: Wenn es eine Lösung braucht, kommt meistens ein Lastwagen ins Spiel. Wer also die verschwundene Antimaterie zu stark vermisst, bestellt sie beim CERN und lässt sie per Lastwagen liefern. Und sollte das in nächster Zeit noch nicht möglich sein: Am Lastwagen und an den Chauffeusen und Chauffeuren liegt es bestimmt nicht. Sie liefern sonst wirklich alles – und damit auch das beste Argument für ihren hohen Wert. Daniel von Känel, Chefredaktor Kontakt: Notterkran AG, Bahnhofstrasse 23, 5623 Boswil. Tel. 056 677 88 00. 4 Recht 38 Kanton Tessin 44 Sektionsaktivitäten TITELSEITE Die TIT Imhof AG aus Kreuzlingen hat vier neue Kranfahrzeuge im Fuhrpark. Die Scania R 500 B6×2*4 LB sind mit HIAB eX.232 HiPro E-5 Kranen und KTL-Ladebrücken von Notterkran ausgerüstet. FOTO: CELINE BÜTLER IMPRESSUM ROUTIERS, route de la Chocolatière 26, 1026 Echandens. Tel.: 021 706 20 00, redaktion@routiers.ch Chefredaktor: Daniel von Känel | Redaktor: Martin Schatzmann | Mitarbeitende der Redaktion: Elsbeth Koehli, Danijela Lazarevic, Elvedin Mesic, Léa Moor, Fabienne Reinhard, Bettina Ritzi und Erich Urweider | Anzeigen: Elsbeth Koehli, ekoehli@routiers.ch | Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen, www.vsdruck.ch Inserateverwaltung: Les Routiers Suisses, route de la Chocolatière 26, 1026 Echandens. Tel.: 021 706 20 00, annonces@routiers.ch Auflage WEMF-beglaubigt: 16 550 Exemplare (grösste Auflage der Branche in der Schweiz) | Jahresabonnement: 90 Franken www.routiers.ch 2

2 Der Verwaltungsrat (v. l.): Christian Gilgen (neu), Franz Inauen, Marcel Perrenoud (Vizepräsident), Michaël Laubscher, Markus Odermatt (Präsident). Es war eine denkwürdige Delegiertenversammlung des Verbands Les Routiers Suisses am 25. April 2026 in der Kantine der Firma Scintilla im solothurnischen Zuchwil. Schliesslich war es erst zehn Tage her, seit Generalsekretär David Piras nach kurzer schwerer Krankheit verstorben war. Markus Odermatt, Präsident des Verwaltungsrats, begann die Versammlung deshalb mit ehrenden Worten für David Piras, der in den 26 Jahren seines Wirkens als Generalsekretär Hochs und Tiefs erlebt und es mit starkem Willen geschafft habe, den Verband aus der Finanzmisere zu bringen und erfolgreich zu entwickeln. Die Versammlung entschied einstimmig, David Piras posthum zum Ehrenmitglied von Les Routiers Suisses zu ernennen. Es folgte eine Gedenkminute. Der Verband Les Routiers Suisses hat mit Christian Gilgen ein neues Mitglied im Verwaltungsrat. Er wurde von der Delegiertenversammlung am 25. April gewählt. Sie hat auch einer moderaten Erhöhung des Mitgliederbeitrags zugestimmt. Abschiede und Anfänge Delegiertenversammlung Zuchwil (SO) TEXT UND FOTOS: DANIEL VON KÄNEL Sorge um Anzahl Mitglieder Die Versammlung genehmigte das Protokoll der Delegiertenversammlung von 2024 sowie die aktuelle Traktandenliste. Markus Odermatt wies auf den starken Mitgliederschwund hin. Starke Jahrgänge werden pensioniert und es ist schwierig, die aus dem Ausland stammende Mehrheit der Chauffeure zu gewinnen. «Befragungen haben ergeben, dass diese tendenziell lieber unter sich bleiben», führte Odermatt aus. Einige Sektionen hätten aber trotzdem Zuwachs bei den Mitgliedern. Betreffend der finanziellen Situation des Verbands sagte Odermatt: «Sie ist zwar momentan nicht so gut, aber es besteht keine Weltuntergangsstimmung.» Sehr gut sei dafür der Zusammenhalt in der Routiers-Familie. Auch Generalsekretärin Ruth Piras ging auf die Mitgliederzahl ein. Sie ist derzeit auf der Höhe von 2018. «Starke Jahrgänge gehen raus, wir brauchen die Jungen», sagte sie. Und: Der Verband habe auf die Tatsache reagiert, dass rund drei Viertel der Chauffeure aus dem Ausland stammen, aber fast nur Schweizer als Neumitglieder gewonnen werden können. Les Routiers Suisses hat deshalb eine Werbung in 13 Sprachen lanciert. «Wir brauchen diese Leute», hielt Ruth Piras fest. Der Bereich Weiterbildung entwickelt sich jeweils zyklisch, weil die Gültigkeit des Fähigkeitsausweises fünf Jahre beträgt und durch den Besuch von CZV-Kursen verlängert wird. Meist werden zuerst Firmenkurse gebucht, dann nehmen die anderen Kurse wieder zu.

3 Nr. 5 | 2026 VERBAND Drei neue Ehrenmitglieder: Christian Kündig (l.), Rudolf Pulfer (m.) mit einem Foto von David Piras. Generalsekretärin Ruth Piras (r.) mit dem Diplom ihres Ehemannes David Piras, der posthum Ehrenmitglied geworden ist. Die GPK-Mitglieder (v. l.): Mauro Monteleone (neu), Marc Hadorn (Präsident), Josef Enz, Vinzenz Gangl und Mireille Spichiger. Bezüglich der CZV-Prüfungen bemerkte Ruth Piras, dass die Nachfrage in der Kategorie D niedrig sei und es deshalb schweizweit nur drei Standorte dafür gebe. Bei der Kategorie C sind es sieben Standorte. Laut Ruth Piras ist die Durchführung der CZV-Prüfungen ein zuverlässiger Auftrag und ein Qualitätsnachweis, wobei Les Routiers Suisses sowie die ASTAG immer präsent sind. Zwar ist es im Rahmen der CZV-Prüfungen nicht erlaubt, direkt Werbung zu machen. Aber: «Die Chauffeure sehen uns, sie nehmen uns wahr.» Der Rechtsschutz steht sehr gut da, er hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Eine wichtige Dienstleistung des Verbands ist nach wie vor TachiFox. Damit können Chauffeure die Daten der Fahrerkarte selbst auslesen. Das Magazin Routiers als Infoplattform ist ebenfalls ausgebaut worden – mit wieder mehr Printausgaben sowie einem neuen Internetauftritt, der eng mit jenem des Verbands verknüpft ist. Kleiner Verlust, keine Schulden Die Rechnung 2025 des Verbands weist einen kleinen Verlust von 48 000 Franken aus. Man habe nicht nur fast 100 000 Franken weniger Mitgliederbeiträge eingenommen, auch seien wichtige Investitionen getätigt worden, erklärte Marina Gjorgjievski, Finanzverantwortliche bei Les Routiers Suisses. Eine neue App, die Einführung von Fairgate und vieles mehr habe zu Verbesserungen geführt. Und: Man habe gemäss Finanzplan Hypotheken zurückgezahlt. Will heissen: Der Verband ist schuldenfrei. Damit das so bleibt und keine Reserven angezapft werden müssen, beantragte der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge der Kategorie M um 15 Franken auf 155 Franken und der Kategorie S um 10 auf 65 Franken. «Auch dieser Jahresbeitrag, der einen Rechtsschutz beinhaltet, ist noch günstig», sagte Marina Gjorgjievski. «Ein Anwalt kostet in einer Stunde schon mehr.» Markus Odermatt sagte dazu: «Wir haben Auslagen, nichts ist billiger geworden. Wir wollen keine Reserven aufbrauchen und vor allem keine Leistungen kürzen, das wäre falsch.» Zwar gab es einige kritische Stimmen, die unter anderem monierten, dass die letzte Erhöhung erst vier Jahre her sei und höhere Beiträge dazu führten, dass es noch schwieriger werde, Neumitglieder zu finden. Die Delegiertenversammlung stimmte der Erhöhung aber mit 56 Ja- zu 40 Nein-Stimmen zu. Zuvor wurde von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) der Rechnungsführung inklusive jener der CZV-Prüfungsorganisation ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, die Delegiertenversammlung erteilte allen Organen die Decharge. Keine neue Filiale Zu wenig Anklang bei den Delegierten fand indes die Idee einer neuen Routiers-Filiale in der Ostschweiz. Mit 52 Nein- zu 48 Ja-Stimmen bei neun Enthaltungen wurde der Auftrag, dieses Projekt zu verfolgen, abgelehnt. Es sah vor, bei Münchwilen (TG) einen weiteren Standort zu realisieren. Die Wahlen Im Verwaltungsrat ist Ruedi Pulfer zurückgetreten. Seine Nachfolge tritt Christian Gilgen von der Sektion Biel-Seeland an, der mit dem Stimmenmaximum gewählt worden ist. Aus der GPK ist Denis Vuilleumier zurückgetreten. Er wird durch den Walliser Mauro Monteleone ersetzt, der sich in der Wahl gegen Pascal Bovet durchsetzen konnte. Markus Odermatt wurde schliesslich für weitere zwei Jahre als Präsident des Verwaltungsrats gewählt. Ruedi Pulfer, der nach 40 Jahren Verbandstätigkeit für Les Routiers Suisses abtritt, wurde ebenso wie Christian Kündig zum Ehrenmitglied ernannt. Kündig war ebenfalls während Jahrzehnten für die Sektion und den Verband tätig, unter anderem als CZVKursleiter. Beide wurden würdig geehrt und mit einem Geschenk verabschiedet. Als letzte Amtshandlung hatte Ruedi Pulfer die Buchhaltung angewiesen, den Apéro auf seine Kosten zu organisieren. Dieser und das gemeinsame Mittagessen bildeten den Schluss einer bewegenden Delegiertenversammlung. ■

4 Wie viele Monate werden auf der Fahrerkarte gespeichert? Die Fahrerkarte speichert in der Regel die Aktivitäten eines Fahrers für mindestens 56 Tage (28 Tage bei Karten vor G2V2). Dazu gehören Lenkzeiten, Ruhezeiten, Bereitschaftszeiten sowie sonstige Arbeitszeiten. Wichtig: Die Karte überschreibt automatisch die ältesten Daten, sobald der Speicher voll ist. Es ist daher unerlässlich, die Daten regelmässig auszulesen und zu sichern; gesetzlich vorgeschrieben ist es, dies spätestens einmal pro Woche vorzunehmen. Wir empfehlen Ihnen, die Daten einmal pro Woche zu erfassen und in ein entsprechendes Programm zu integrieren, um sie zu speichern. Mit Tachifox können Sie Ihre Fahrer Woche für Woche ganz einfach gemäss den ARV-Vorschriften kontrollieren und so bei Verstössen Berichte erstellen, diese besprechen und von Ihren Fahrern unterschreiben lassen. Wie sieht es bei den Unternehmenskarten aus? In der Schweiz sind die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen Strassengüterverkehr durch die ARV1 (Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeiten der gewerblichen Motorfahrzeuglenker) klar geregelt. Dennoch tauchen im Alltag regelmässig Unsicherheiten auf, insbesondere in Bezug auf digitale Fahrtenschreiber und die Datenspeicherung. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen kurz und praxisnah. Die ARV1 in der Praxis Was man wirklich wissen muss TEXT: ELVEDIN MESIC Die zuständigen Behörden können über die Unternehmenskarte überprüfen, ob die Daten ordnungsgemäss heruntergeladen wurden und die entsprechenden Daten ermitteln. Auch hier sind die Unternehmen verpflichtet, diese Daten regelmässig herunterzuladen, in der Regel spätestens alle 90 Tage. Diese längere Aufbewahrungsfrist dient vor allem der Kontrolle durch die Behörden und der internen Rückverfolgbarkeit. Gemäss der ARV1 müssen die Daten mindestens drei Jahre lang aufbewahrt werden. Wir empfehlen Ihnen, die Daten einmal im Monat zu erfassen. Beim Auslesen der Daten aus den Fahrtenschreibern lesen Sie gleichzeitig auch die Unternehmenskarte aus. Die Behörden können so sehen, wie oft die Daten heruntergeladen wurden. Die Unternehmenskarte speichert die letzten 230 Nutzungen und Entladungen (Durchführung mindestens alle 3 Monate). Wer unterliegt der ARV1? Die ARV1 gilt grundsätzlich für: Entdecke jetzt unser vielseitiges Kursangebot — by ASFL SVBL — – Fahrer von Fahrzeugen, die für den gewerblichen Güterverkehr bestimmt sind und ein Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen haben. – Fahrer von Fahrzeugen, die für die Personenbeförderung bestimmt sind und über mehr als 9 Sitzplätze verfügen (einschliesslich Fahrer). – Ab dem 1. Juli 2026 gilt die ARV1 auch für Berufskraftfahrer von Kleintransportern (von über 2,5 t bis 3,5 t), die gewerblichen und grenzüberschreitenden Güterverkehr betreiben. Sonderfälle und Grenzen: Wann gilt die ARV1 – und wann kann man sie ausser Acht lassen? Die Praxis zeigt, dass es zahlreiche Ausnahmen und Grenzfälle gibt. Hier einige typische Beispiele. Die ARV1 gilt, wenn: – Ein Handwerksbetrieb Material mit einem 4,2-Tonnen-Fahrzeug ausliefert. – Ein Fahrer einen Firmen-Kleinbus mit 12 Sitzplätzen fährt.

5 Nr. 5 | 2026 RECHT LIVE MUSIC SHOWS LINE DANCE TRUCKS BIKES WESTERN CITY Die ARV1 gilt in den folgenden Fällen nicht (oder nur eingeschränkt): – Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, die ausschliesslich im Werkverkehr eingesetzt werden. – Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Umkreis von 100 km. – Einsatzfahrzeuge wie z.B. von Polizei, Feuerwehr oder Armee. – Fahrzeuge für nichtgewerbliche Zwecke (z.B. private Fahrten). Achtung: Die Situation wird schnell komplex, insbesondere bei gemischter Nutzung (privat/beruflich) – es wird daher dringend empfohlen, ein Fahrtenbuch zu führen. Wie viele Tage müssen die Daten aufbewahrt werden – und in welcher Form? Derzeit müssen Fahrer ihre Tätigkeiten der letzten 56 Tage nachweisen können (früher betrug diese Frist 28 Tage; die Regelung wurde im Rahmen der EU-Anpassungen, die auch die Schweiz übernommen hat, ausgeweitet). Dies gilt jedoch nur, wenn das Fahrzeug mit einem analogen Fahrtenschreiber ausgestattet ist. Andernfalls reicht die Vorlage der Fahrerkarte aus. Die übrigen Daten können aus dem digitalen Fahrtenschreiber ausgelesen werden. Konkret bedeutet dies: Die Daten müssen auf der Fahrerkarte verzeichnet sein. Zudem müssen fehlende Tage begründet werden (z.B. durch Ausdrucke, ein Arbeitsbuch oder Bescheinigungen). Die Kontrollbehörden verlangen: – Daten direkt von der Fahrerkarte oder – offizielle Ausdrucke aus dem Fahrtenschreiber oder – schriftliche Nachweise (z.B. bei Krankheit oder Urlaub). Digitale Lösungen sind für die Verwaltung nützlich, ersetzen jedoch bei Kontrollen nicht die gesetzlich anerkannten Nachweise. Wichtig: Der blosse Zugriff auf Anwendungen oder Programme wie TachiFox reicht daher nicht aus. Die Daten müssen gemäss der ARV1 kontinuierlich von der Fahrerkarte auf ein externes Speichermedium heruntergeladen werden. TachiFox ist jedoch ein geeignetes Kontroll- und Nachweisinstrument für den Fahrer selbst und kann sich als sehr nützlich erweisen, falls der Arbeitgeber sich weigert, die Daten weiterzugeben. Man kann dort sogar Urlaubstage, Ferien, Arbeitszeiten ausserhalb des Fahrzeugs usw. manuell eintragen und so einen Arbeitsbericht ausdrucken, der gegenüber den Behörden als Nachweis dienen kann. Die Arbeitszeit ausserhalb des Fahrzeugs kann auch direkt über den Fahrtenschreiber erfasst werden, sofern die Eingabe am selben Tag erfolgt. Zögern Sie nicht, unseren Kurs «Rund um den Fahrtenschreiber» zu besuchen, um mehr über die Handhabung des Fahrtenschreibers zu erfahren. Ausserdem ist das Programm für Mitglieder kostenlos. Wir bieten auch einen hervorragenden Support bei Problemen oder Fragen. Wir können über die kostenlose Software «TeamViewer» auf Ihren Computer zugreifen und Ihnen so ganz einfach aus der Ferne zeigen, wie die Software funktioniert, und Ihnen bei der ersten Nutzung resp. der Installation usw. helfen. Zögern Sie also nicht, uns zu kontaktieren! Fazit Die ARV1 bietet klare Regeln, birgt aber auch einige Fallstricke im Detail. Vorsicht ist geboten, insbesondere was die Datenspeicherung und die Aufbewahrungspflicht betrifft. Wer regelmässig Aufzeichnungen macht, seine Daten ordnungsgemäss dokumentiert und seine Aufbewahrungspflichten kennt, ist auf der sicheren Seite – sowohl bei Kontrollen als auch im täglichen Betrieb. ■

6 Hupac hat im Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn sank jedoch deutlich: Unter dem Strich verblieb ein Überschuss von 3,5 Millionen Franken nach 9,4 Millionen im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die transportierten Mengen im kombinierten Verkehr um 4,3 Prozent auf rund 975 000 Strassensendungen beziehungsweise 1,85 Millionen TEU (Twenty- foot Equivalent Unit). Bemerkenswert: Besonders im alpenquerenden Verkehr durch die Schweiz konnte das Unternehmen zuDie Hupac AG, eine im alpenquerenden Güterverkehr auf dem Schienenweg tätige Schweizer Unternehmensgruppe, hat ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Zwar transportierte sie im kombinierten Verkehr mehr Güter, der Gewinn sank aber deutlich. Dennoch resultierten schwarze Zahlen. Mehr Volumen Hupac trotzt schwachem Umfeld TEXT: DANIEL VON KÄNEL FOTOS: HUPAC legen, obwohl in diesem Bereich die Schiene insgesamt verliert. Hupac erhöhte das Volumen aber um 4,5 Prozent auf rund 560 000 Sendungen. Wachstum brachte unter anderem die Übernahme zusätzlicher Verkehre auf der Achse Belgien–Italien. Auch auf den weniger bedeutenden Routen via Frankreich und Österreich legte Hupac zu. Höhere Kosten Trotz steigender Transportmengen bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Der Umsatz erhöhte sich zwar um 3,1 Prozent auf 646 Millionen Franken, doch höhere Kosten und Währungseffekte belasteten die Rentabilität, wie Hupac an der Jahresbilanzkonferenz mitteilte. Die EBIT-Marge lag noch bei 1,9 Prozent. Baustellen sind ein Problem Als grösstes Problem bezeichnet Hupac die anhaltenden Baustellen im europäischen Schienennetz. Streckensperrungen und Umleitungen hätten die Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs massiv beeinträchtigt. Das Unternehmen warnt davor, dass sich

7 Nr. 5 | 2026 VERKEHR UND INFRASTRUKTUR READY TO WORK PROFITIERE VON EINER VIELZAHL AN FUSO CANTER LAGERFAHRZEUGEN ZU ATTRAKTIVEN PREISEN. Fuso Canter 3S15, manuelles Getriebe, Achsübersetzung 4.11 CO2 Emissionen kombiniert: 316.0 g/km Treibstoffverbrauch: 12.1 L/100km FUSO – A DAIMLER TRUCK GROUP BRAND Mehr Informationen erhalten Sie bei einem FUSO Händler Ihrer Wahl: fuso-trucks.ch die Situation in den kommenden zwei Jahren mit weiteren Grossbaustellen auf dem NordSüd-Korridor noch verschärfen könnte. Neue Transportkonzepte Der Rückgang des kombinierten Verkehrs im Alpenraum bereitet der Branche zunehmend Sorgen. Laut Hupac ist das Volumen des alpenquerenden kombinierten Verkehrs seit 2022 um elf Prozent gesunken, während der Strassentransport im gleichen Zeitraum um vier Prozent zulegte. Mit dem Ende der sogenannten «Rollenden Landstrasse» Ende 2025 dürfte sich dieser Trend vorerst fortsetzen. Um die Auswirkungen der Infrastrukturprobleme abzufedern, setzt Hupac auf neue Transportkonzepte. Mit dem Projekt «RadicalShift2Rail» bündelt das Unternehmen Verkehrsströme stärker auf wenige grosse Terminals und verbindet diese mit häufig verkehrenden Shuttle-Zügen. Erste Verbindungen zwischen Köln Nord und Busto Arsizio sowie Ludwigshafen und Busto Arsizio wurden Ende 2025 eingeführt. Laut Hupac verbesserten sich dadurch Pünktlichkeit und Stabilität der Transporte bereits nach wenigen Monaten. Neues Terminal in Italien Parallel investiert die Gruppe weiter in ihre Infrastruktur. In Piacenza wurde 2025 ein neues Terminal in Betrieb genommen, in Milano Smistamento ist eine weitere Anlage für 2027 geplant. Anfang 2026 eröffnete zudem das Terminal Barcelona Combiconnect, mit dem die Iberische Halbinsel stärker an das europäische Intermodalnetz angebunden werden soll. Vorsichtiger Ausblick Politisch sieht sich Hupac durch den Entscheid des Schweizer Parlaments gestärkt, die Betriebsbeiträge für den alpenquerenden kombinierten Verkehr über 2030 hinaus zu verlängern. Das Unternehmen spricht von einem wichtigen Signal für die Investitionssicherheit. Für 2026 bleibt der Ausblick vorsichtig. Hupac verweist auf geopolitische Unsicherheiten und mögliche Folgen einer weltweiten Konjunkturabschwächung. Eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen erwartet das Unternehmen erst ab 2029, wenn zentrale Bauarbeiten auf dem Rhein-Alpen-Korridor abgeschlossen sein sollen. ■

8 MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität sind die Kernkompetenz der IFAT in München. Bei der diesjährigen Durchführung Anfang Mai stellten die Organisatoren mit der Kreislaufwirtschaft den Aspekt der Rohstoffsicherheit verstärkt ins Zentrum. Das war sicher von langer Hand so geplant, ist jedoch Vor 60 Jahren wurde die erste IFAT durchgeführt. Heute ist die Leitmesse für Umwelttechnologien aktueller denn je, mit den Leitthemen Zirkularität und nachhaltige Mobilität. TEXTE UND FOTOS: MARTIN SCHATZMANN Den Schwerpunkt klar gesetzt Rohstoffsicherheit und nachhaltige Mobilität standen im Zentrum der IFAT mit Blick auf die geopolitische Entwicklung besonders aktuell. Neben den pragmatischen Lösungen für die unterschiedlichsten Bereiche waren bei den 3400 Ausstellern in den 18 Hallen und auf dem weitläufigen Aussengelände überall Ansätze zu finden, welche gezielt auf Rohstoffsicherheit und Reduktion der Schadstoffbelastung bei Transport und stationärem Einsatz entwickelt wurden. Bei unserem Rundgang waren wir auf Mobilitätsthemen fokussiert und haben dazu mit verschiedenen Fahrzeugherstellern gesprochen. Dabei nimmt auch in der Abfallwirtschaft der Wandel zum Elektroantrieb grossen Raum ein. Und was beim kommerziellen Gütertransport die Diskussion bestimmt, ist bei den Gemeindebetrieben nicht anders: Die Verantwortlichen von Werkhof und Recycling steigen nicht einfach so um, sie müssen die Lösungen mit Elektroantrieb sehen und spüren, um auf die neue Technik einzubiegen. Man ist sich über dem Stichwort einig – es ist «Vorführen». ■ Pointiert dargestellte Recycling- und Abfallverwertungslösungen waren auf der IFAT 2026 zwar vorhanden, doch lebt auch diese Veranstaltung vom Realbezug. Speziallösungen, so weit das Auge reicht, wie dieser von Toni Maurer aus Türkheim gezeigte Geräteträger mit beweglicher Kabine. Lösungen für die Wasserwirtschaft sind jedes Mal ein wichtiger Bestandteil auf der IFAT. Immer spektakulär: selbst fahrende Hacker auf MAN-Basis von Jenz, wie der HackThor.

9 Nr. 5 | 2026 MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Auf der IFAT 2026 war die Kreislaufwirtschaft besonders grossgeschrieben (siehe links). Aus Umweltschutzgründen war das Thema schon länger ein Bestandteil bei vielen Firmen, doch die aktuell sehr instabile Weltlage, welche die Ressourcenabhängigkeit deutlich vor Augen führt, verleiht der Kreislaufwirtschaft noch mehr Dringlichkeit. Da passte das Projekt des Mercedes-Benz reEconic ausgezeichnet nach München. Total haben 33 Partner am reEconic mitgearbeitet, wobei MercedesBenz und der Müllfahrzeugspezialist Faun sowie das deutsche Recycling-Unternehmen TSR Group federführend waren. Beim Fahrzeug, das auf dem elektrischen eEconic basiert, sowie beim Aufbau von Faun wurden ausgewählte Bauteile durch recycelte Werkstoffe und Natur- und biobasierte Materialien ersetzt. Entsprechend haben am Projekt Spezialfirmen fürs Recycling sowie Firmen aus den Bereichen der metall-, kunststoff-, glas- und holzverarbeitenden Industrie mitgearbeitet. Die TSR Group bringt das Projekt auf den Punkt: Geschlossene Kreisläufe können nur dann entstehen, wenn sie über die ganze Wertschöpfungskette hinweg gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Gute Perspektive Bei der Umsetzung wurden jedoch noch nicht alle Materialien ersetzt, die möglich wären. Dafür wurde aber das Projekt vomTÜV Süd beDer Schweizer Kommunalfahrzeug-Hersteller Bucher Municipal bietet eine sehr breite Palette, von Geräteträgern über Kanalreinigungsfahrzeuge und Winterdienstausrüstung bis hin zu Strassenreinigern. Der kompakte Strassenreiniger CityCat gehört mit knapp 3,4 m Länge zu den kleineren Fahrzeugen aus dem zürcherischen Niederweningen. Speziell die CityCat-Version VR 17ae hat es in sich, denn sie ist zum einen elektrisch angetrieben, zum anderen fährt sie gegebenenfalls auch autonom, also fahrerlos. Gesamthaft 25 Sensoren (Kamera, Radar, 3D-Lidar und Ultraschall) erfassen die Umgebung in Echtzeit und ermöglichen den Betrieb ohne Zutun eines Fahrers. Dies ermöglicht einen deutlich längeren Einsatz des Reinigungsfahrzeugs, beispielsweise nachts oder bei knappen Personalressourcen. Allerdings ist der Einsatz aktuell auf Echte Kreisläufe schaffen Bei diesem CityCat bleibt der Fahrer zu Hause 25 Sensoren werden für den autonomen Betrieb des CityCat VR 17ae benötigt. Am Bucher-Stand dreht er unzählige Vorführrunden. Show-Zylinder mit recycelten Werkstoffen, die im reEconic verwendet werden. Neue Lastwagen aus bereits einmal genutzten Materialien herstellen – das Ziel des reEconic ist eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. abgesperrte Bereiche beschränkt, also auf Hafengelände, Betriebshöfe, Fabrikationshallen oder Recyclingareale. Dabei fährt der CityCat mit bis zu 6 km/h, kann so innerhalb von 24 Stunden rund 300000 m2 Fläche abdecken; in diesen Zahlen enthalten sind auch das Laden der Batterie sowie das Putzen und Nachfüllen des Fahrzeugs. Mit der verwendeten LFP-Batterie (55 kWh) dauert ein autonomer Reinigungszyklus acht Stunden, inklusive einer Stunde für Batterieladen (10 bis 80 %) und Fahrzeugreinigen. Mit einem Fahrer in der Kabine kann der CityCat VR 17ae auch uneingeschränkt im öffentlichen Raum eingesetzt werden. In diesem manuellen Modus ist der CityCat übrigens bis 12 km/h schnell. Die ersten Fahrzeuge liefert Bucher Municipal noch 2026 nach Deutschland, u.a. an einen Entsorgungshof in Duisburg. ■ gleitet und bewertet. Die Prognose dieser unabhängigen Stelle kommt auf einen Recycling- Anteil von bis zu 80% beim gesamten Fahrzeug. Dabei ist die Batterie noch nicht eingerechnet. Letzteres hat einen einfachen Grund: in Europa gibt es noch keine BatteriezellenHerstellung, entsprechend ist eine Kreislaufwirtschaft, welche aus gebrauchten Traktionsbatterien wieder neuwertige Energiespeicher herstellt, noch nicht möglich. Nachfolgend stellen wir ein paar der verwendeten Materialien beim reEconic vor. Der Flachstahl von Vorderachse und Längsträger weist einen Recyclinganteil von 88 % auf. Das Aluminium des Fahrerhausrahmens und des Batterieaufprallschutzes ist zu 75 % aus Alu gebrauchter Produkte hergestellt. Erdölbasierte Kunststoffe werden durch recyclierte Polymere und aus Natur- und biobasierten Materialien ersetzt.Auch beim Glas kommt recyceltes Material zum Einsatz: 64 % der Glasflächen bestehen im reEconic aus Recycling- Glas, lediglich Seitenfenster und Rückspiegel sind aus der normalen Fertigung. Und schliesslich sind erstmals in einem modernen Lkw Elemente im Fussboden und am Kotflügel wieder aus Buchenholz gefertigt. Das Fahrzeug geht bei Remondis für ein Jahr in den Realeinsatz, um die Praxistauglichkeit zu verifizieren. Zudem will Mercedes bis Ende Jahr entscheiden, was aus dem Projekt in die Serienfertigung einfliessen soll. ■

10 Volvo hat in einem FM mit Abrollkipper seinen neuen E-Zentralantrieb enthüllt. Die zwei neuen Motoren sind mit einem neuen Acht-Gang-I-Shift-Getriebe verblockt. Für ein zusätzliches Batteriepaket: eEconic400 mit mehr Radstand. Der MAN eTGS, links aufgebaut für den Winterdienst, rechts für die Abfallsammlung. DAF XDe 270 FAN 6×2 als Abrollkipper mit 315 kWh Kapazität und 270 kW Leistung. Jetzt mit neuer Antriebsgeneration Noch mehr eEconic Klare Elektro-Ansagen Die Volvo Group war mit Volvo Trucks und Renault Trucks der Wegbereiter für den schweren elektrischen Gütertransport. In Kürze rollen aus Schweden und Frankreich neue Sattelzugmaschinen für den Langstreckenverkehr auf die Strasse, welche dank neuer E-Achse und zusätzlicher Batteriekapazität mit sicher mehr als 600 km Reichweite aufwarten (siehe auch Seite 26). In München stellte Volvo nun einen weiteren neuen Antriebsstrang vor, der wie bisher als Zentralantrieb mit Antriebswelle aufgebaut ist und für Sattelschlepper- wie auch Fahrgestelleinsätze Verwendung findet. Wie bei der E-Achse werden beim neuen Zentralantrieb neu ausschliesslich zwei E-Maschinen eingesetzt – bisher waren es bis zu drei Motoren – die in der neuen Generation jedoch in fünf Leistungsstufen angeboten werden. So reicht die Leistung von 300 kW (408 PS) über 350 kW, 400 kW und 470 kW bis hoch zu 540 kW (734 PS). Gekoppelt sind die Mit dem eEconic400 erweitert MercedesBenz das Angebot beim bekannten Niederflur-Fahrzeug. Durch eine Verlängerung des Radstandes von 4,0 auf 5,2 m entsteht der nötige Platz, um eine vierte Batterie im Chassis unterbringen zu können. Damit wächst die Batteriekapazität von 336 auf 448 kWh, mit entsprechend höherer Autonomie. Der bisherige eEconic300 bleibt im Angebot, sodass Mercedes-Benz den eEconic sowohl bei Reichweiten-sensiblen als auch bei Nutzlast-sensiblen Anwendungen anbieten kann. Das auf der IFAT gezeigte Fahrzeug war als Abrollkipper mit Ladekran ausgestattet. ■ Mit der zunehmenden Fahrzeugvielfalt wird immer deutlicher, dass im Kommunalbereich der Wandel zur Elektromobilität in vollem Gange ist. Das wird auf den vier Seiten zur IFAT klar ersichtlich, denn praktisch alle Fahrzeughersteller zeigen batterieelektrische Modelle für verschiedenste Werkhofaufgaben. So auch die beiden Hersteller MAN und DAF. Bei MAN wurde mittels unterschiedlichster Anwendungsbeispiele die sehr breite Einsatztauglichkeit der Elektro-Modelle eTGL, eTGS und eTGX dargestellt. Daneben standen aber auch herkömmliche DieselFahrzeuge, u.a. auf Basis des Lieferwagens TGE. Kurze Zeit nach der IFAT enthüllte MAN Motoren mit einem neuen I-Shift-Getriebe mit acht Gängen. Als Batteriekapazität beim ausgestellten FM, der mit einem Meiller-Abrollkipper ausgestattet war, werden brutto 540 kWh genannt, was dem Fahrzeug eine Reichweite von bis zu 470 km ermöglicht. Daneben hat Volvo auf der IFAT einen elektrischen Abfallsammler mit Niederflurkabine gezeigt. Er ist noch mit der bisherigen Antriebstechnik ausgestattet; sein ZoellerAufbau ist ebenfalls elektrisch. ■ in Mailand zudem den eTGM (Seite 22) und komplettiert damit seine Elektro-Lkw-Palette. DAF war am eigenen Stand und bei diversen Aufbauern mit den unterschiedlichsten E-Fahrzeugen präsent, wie dem XBe, dem XDe und dem XFe. Die Fahrzeuge des niederländischen Herstellers sind mit kurzen Radständen nicht nur besonders wendig, sondern bieten dank optimaler direkter und indirekter Sicht hohe Sicherheit im innerstädtischen Verkehr. Zudem sorgen sie auch dank einem Lochbildraster von 50 mm und dem herausragenden Plug-&-Play-Schnittstellensystem für schnelle und kosteneffiziente Aufbauprozesse. ■

11 Nr. 5 | 2026 MESSEN UND AUSSTELLUNGEN BERNEXPO, 16. BIS 19. JUNI 2026 2026 liegt der Fokus erneut auf Arbeitssicherheit und -schutz Was die IFAT auf dem europäischen Parkett darstellt, ist bei uns die Suisse Public. Sie öffnet gerade mal sechs Wochen nach der IFAT ihre Tore auf der Bernexpo fürs Fachpublikum des öffentlichen Sektors. Über 250 Aussteller decken die wichtigsten kommunalen Themenbereiche ab: Kommunalfahrzeug- und -maschinen; Feuerwehr, Wehr- und Rettungsdienste; Strassen, Signalisation und Verkehr; Abfallentsorgung und Recycling – und etliche mehr. Nachdem bereits vor drei Jahren der Arbeitssicherheit und dem Arbeitsschutz besondere Beachtung geschenkt wurde, bleibt die Thematik auch heuer von besonderer Bedeutung. Martin Schatzmann Informationen Dienstag bis Freitag, 16. bis 19. Juni 2026 Öffnungszeiten: 9.00 bis 17.00 Uhr (Fr. bis 16.00 Uhr) Eintritte Normalpreis CHF 25.00 AHV/IV etc. CHF 15.00 www.suissepublic.ch Volvo-Chassis, Designwerk-Antrieb und Kaiser-Aufbau – der neue Kanalreiniger von Kibag. Kanäle reinigen mit voller E-Saugkraft Die Vielfalt ausgelebt Erst seit März steht das neue Kanalreinigungsfahrzeug bei Kibag im Einsatz und hatte jetzt einen Publikumsauftritt in München. Der Antrieb von Designwerk in Winterthur und der Aufbau des Spezialisten Kaiser aus dem Liechtensteinischen verbinden sich zum aktuell grössten Kanalreinigungsfahrzeug mit Elektroantrieb; Fahrzeuge dieser Grössenordnung hatten bislang stets noch Dieselpower an Bord, zumindest teilweise. Das 5-Achs-Chassis wurde bereits 2025 auf der transportCH gezeigt, in der Zeit seither wurde das Fahrzeug bei Kaiser fertig montiert. Mit drei gelenkten Achsen ist der 40- Tonner entsprechend wendig. Die Volvo- Basis hat Designwerk elektrifiziert, wobei sich der Koloss dank 500 kW (680 PS) Leistung der E-Maschine problemlos vorwärtsbewegen lässt. Das zeigte sich eindrücklich an In der Kommunal- und Recyclingbranche sind die Ansprüche nicht weniger vielfältig als generell im Gütertransport. Scania zeigte in München ein breites Angebot mit Elektroantrieben, daneben waren aber auch Antriebseinheiten für Gas zu sehen und Fahrzeuge mit dem neuen, besonders effizienten Super11-Motor, welcher sich auch mit HVO und mit Biodiesel betreiben lässt. Der Super 11 basiert auf der bekannten Scania-Motorenplattform. Der gegenüber dem Super 13 verringerte Hubraum wurde durch die Reduktion von sechs auf fünf Zylinder erzielt. Wir kommen in einem späteren Routiers anlässlich einer Testfahrt auf diesen Motor zurück. E-Scania 36P (Motor 360 kW) und Faun-Strassenreinigung. den Demonstrationsfahrten auf dem Aussengelände der IFAT. Die Batteriekapazität von 625 kWh reicht laut Designwerk und Kaiser für einen Tageseinsatz. Die Batterien sind hinter dem Fahrerhaus und zwischen den Achsen untergebracht. Zwei leistungsfähige PTO mit je 125 kW ermöglichen eine Spülleistung von 300 Liter pro Minute bei 200 bar Druck. Die Saugleistung beträgt 3100 m3 pro Stunde. Kibag plant, den Kanalreiniger auch auf der Suisse Public zu präsentieren. ■ Und weil viele Gemeinden und Werkhöfe nach Gas- und E-Antrieben für die Abfallsammlung verlangen, hat Scania ein 6×2-Chassis mit niedrig bauender L-Kabine und Faun-Sammelaufbau und Tanks für den CNG-Antrieb gezeigt. Daneben zeigte Scania mehrere elektrische Exponate für den Werkhofeinsatz, wie die oben abgebildete Strassenkehrmaschine 36P (E-Maschine mit 360 kW) mit Faun-Aufbau. Dann wurde ein 40P (400 kW) mit Abrollkipper von Meiller gezeigt. Zudem präsentierte Scania einen 27P (270 kW), bei dem die Batterien auf eine Weise am Chassis befestigt wurden, dass die Montage eines Krans möglich ist. ■

12 Kühltransporte bildeten einen gewichtigen Schwerpunkt in Mailand, wie hier bei IFAC. Etwas Individualität gefällig? Die wenigen Paintbrush-verzierten Lastwagen blieben nicht unbeachtet und erhielten den erhofften Zuspruch bei Lkw-Herstellern und Zubehörlieferanten. Nivalis Energy Europe mit E-Achse, Batterie und Solarpanels auf dem Kühlanhänger. Würde die Transpotec Logitec das ganze Areal der Fiera Milano beanspruchen, man wäre nach zwei Tagen nicht fertig mit dem Rundgang. Doch die Messe rund um den Strassengütertransport nimmt «nur» vier der total 16 Hallen ein, dazu kommen zwei teilgenutzte Hallen für die Next Mobility Exhibition NME (siehe unten). War andere Jahre die Transportmesse allein auf dem Areal, wurden dieses Jahr parallel acht Hallen von der Lebensmittelmesse Tuttofood Milano belegt, was den Schwerpunkt der temperaturgeführten Transporte auf eine ungewollte, aber interessante Weise betonte. Neben den europäischen Lkw-Herstellern, die alle in Mailand zugegen waren, erwies sich die Messe als veritable Leistungsschau der einheimischen Technologie- und Aufbauanbieter. Das Spektrum reichte von Einzelkomponenten über Module wie Kühlaggregate bis hin zum Komplettanhänger. Dabei spielte die Elektrifizierung erwartungsgemäss eine grosse Rolle, doch waren alle Aspekte für eine Dekarbonisierung anzutreffen. Als beispielhaft dafür kann der Stand von E-Truck-Pionier Volvo Trucks angesehen werden. Hier wurden lediglich zwei FH Aero-­ Sattelzugmaschinen gezeigt – den Aero hatte Volvo zuletzt aerodynamisch nochmals aufgewertet –, den einen mit Gasantrieb, den anderen mit Dieselmotor. Rechts Impressionen aus der Fiera Milano. Doch die nächste grosse Messe wirft bereits ihren Schatten voraus: IAA Transportation, Hannover (15.–20. Sept. 2026). ■ Parallel zur Transpotec Logitec fand die Next Mobility Exhibition NME statt. Sie dreht sich ganz um den öffentlichen Nahverkehr und lockte die entsprechenden Hersteller an. Die Durchmischung von NME und Transpotec wird dabei zunehmend stärker, denn Hersteller wie Iveco und MAN haben nicht in den Bushallen ausgestellt, sondern ihre Busse an ihren Transpotec-Ständen gezeigt. Um gleichwohl auf die NME zu verweisen, prangte beispielsweise bei Iveco «NME 2026» auf den Leuchtanzeigen der Busse. Neben den europäischen waren erneut auch chinesische Marken vertreten (BYD, Yutong, King Long). MS Über die Auffahrtstage fand in der Messe Mailand erneut die Transpotec Logitec statt und drehte sich rund um den Gütertransport. Es war erneut eine Leistungsschau vieler italienischer Firmen im Transportwesen, mit Schwerpunkt auf den Kühltransport. TEXT UND FOTOS: MARTIN SCHATZMANN Italiens Transport-Leistungsschau Impressionen von der Transpotec Logitec 2026 und der NME 2026 Die Stadtbus-Show Die Bezeichnung Efficient weist beim Irizar ie Bus auf die komplett neue Plattform hin. Der autonome e-Atak von Karsan, wie er seit vergangenem Herbst auch durch Arbon fährt.

13 Nr. 5 | 2026 MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Nachhaltige Treibstoffe sind für die Motoren und die Zusatzaggregate ein immer wiederkehrendes Thema auch auf der Mailänder Messe. MAN feierte einerseits 40 Jahre MAN Italia und enthüllte zudem als Weltpremiere den 16-Tonnen-eTGM (bitte umblättern). Neben dem F-Max Gen2.0 zeigte Ford Trucks (siehe auch S. 26) einen F-Line Vierachser sowie seinen ersten Elektro-Truck, den F-Line E. Technische Ausrüstung in unterschiedlichsten Anwendungen gehörte zum Messeprogramm, wie die Spiegelkameras von Way Assauto. Fiat Tris – einfacher Elektro-Innenstadt-Transporter auf drei Rädern. Er ist hauptsächlich für Afrika und den Mittleren Osten konzipiert. Transporter für Autos, Lieferwagen und Lastwagen waren an zahlreichen Ständen anzutreffen, wie hier beim italienischen Aufbauhersteller Silver. Wie Irizar beim ie Bus Efficient zeigte Solaris den Urbino 10,5 Electric im Herbst 2025. Der chinesische Bushersteller BYD ist in Europa bereits gut etabliert und war in Mailand mit seiner sogenannten Blade-Batterie präsent. Das Geschäft von Retro-Fleet: Die Umrüstung bestehender Dieselbusse auf E-Antrieb.

14 Die E-Maschine aus dem MAN-Baukasten leistet im eTGM 210 kW (286 PS). BIDIREKTIONALES LADEN IM LASTWAGEN Lkw-Premiere von MAN Im Auto wird bidirektionales Laden schon länger als Zukunftslösung diskutiert, nun erhält das Thema mit E-Lkws zusätzlich Schub. MAN hat als erste Lkw-Marke in einem Forschungsprojekt die Möglichkeiten dargestellt, wobei die grossen Lkw-Batterien auch den Nutzen erhöhen. Am Firmenstandort genutzt, lassen sich damit z.B. Stromspitzen vermeiden und die PV-Anlage besser auslasten. Martin Schatzmann Mit den Modellen eTGL, eTGS und eTGX hat MAN das Spektrum zwischen 12 t und 50 t abgedeckt, allerdings mit einer Lücke im unteren Segment. Ursprünglich hatte man auch die Absicht, mit dem eTGL lediglich einen der beiden leichteren Modelle zu elektrifizieren. Doch die Möglichkeit, den Elektrobaukasten noch weiter zu skalieren, hatte zu einem Umdenken geführt. Und mit der Premiere des eTGM auf der Transpotec Logitec in MaiAuf der Transpotec in Mailand hat MAN den eTGM enthüllt und bietet nun auf allen Lkw-Reihen E-Varianten an. Der eTGM ist für das 16-Tonnen-Segment konzipiert, mit einer Chassis-Nutzlast von bis zu 10,6 t und Reichweiten zwischen 225 und 480 km. TEXT: MARTIN SCHATZMANN FOTOS: MAN TRUCK & BUS land (Seite 12) wird nun genau diese Lücke geschlossen, MAN-Kunden können erstmals auf ein durchgängiges, einheitliches E-TruckPortfolio aus München zurückgreifen. Regionale Ausrichtung Der eTGM ist wie sein Diesel-Pendant konsequent auf die Anforderungen des städtischen und regionalen Verteilerverkehrs ausgelegt. Der reine 4×2 kommt mit sechs Radständen (4,125 m bis 5,475 m), sein Gesamtgewicht beträgt 16,01 t, optional auch 16,5 t, und das Gesamtzuggewicht reicht bis 33 t. Dabei bleibt seine Grundkonzeption unverändert, was die Integration von bereits vorhandenen Aufbaulösungen erleichtert. Entsprechend taugt der eTGM problemlos für den Einsatz mit Trockenkoffer, Kühlkoffer, Baustellen-Applikationen sowie für Kommunal- und Werkhof-Aufgaben. E-Technik-Baukasten Technisch nutzt der Neue die gleichen Bausteine wie seine grösseren und kleineren Geschwister. Der Zentralantrieb weist in Kombination mit dem MAN-Getriebe TipMatic 2 eine Leistung von 210 kW (286 PS) auf. Die Motorbrems- respektive die Rekuperationsleistung beträgt beachtliche 294 kW. Letzteres sorgt speziell im Stop-and-Go-Betrieb für eine gute Energieeffizienz. Für den zusätzlichen Energiebedarf auf dem Lkw bietet der eTGM alle nötigen PTO-Lösungen, inklusive eines mechanischen PTO direkt am E-Motor. Als Energiespeicher verwendet MAN auch im eTGM seine NMC-Batterien, welche auf CATL-Zellen basieren und im Batteriewerk in Nürnberg hergestellt werden. Bei MAN wird auch über die Nutzung der sich immer stärker verbreitenden LFP-Zellen diskutiert, doch steht gemäss Friedrich Baumann, Vorstand Verkauf und Kundenlösungen, ein diesbezüglicher Entscheid noch aus. Im eTGM kann zwischen zwei, drei oder vier Batteriepaketen gewählt werden, die über je 80 kWh Nettokapazität verfügen, mit entsprechend 160, 240 und 320 kWh. Als Solofahrzeug mit zwei Batterien sind Reichweiten bis 225 km möglich, mit vier Batterien bis 480 km. Bei vollem Gespanngewicht sollen es mit dem grössten Energiespeicher 285 km sein. Mit einer Ladeleistung von bis zu 375 kW ist das Nachladen der Batterien von 10 bis 80 % innerhalb von 33 Minuten bei zwei Batterien respektive von 43 Minuten bei vier Batterien möglich. ■ Die E-Truck-Palette ist komplett Jetzt bietet MAN auch die TGM-Reihe als Elektro-Lkw an.

15 Nr. 5 | 2026 FAHRZEUGE UND TECHNIK Der stärkste Serien-Lastwagen Europas ist jetzt auch im Wallis unterwegs. Das mit Volvo Trucks stark verbundene Familienunternehmen Lathion aus Sion hat einen Volvo FH16 780 in seine Flotte aufgenommen. Die Verbundenheit zeigt sich an der Gestaltung des Kraftpakets. Die blauen Wellen an der Kabine erinnern an die Originalbemalung des legendären Volvo F12. Ein solcher ist ebenfalls im Besitz des Walliser Unternehmens – neben einigen weiteren Oldtimern der Marken Volvo und Scania. Souverän in den Bergen Der neue FH16 780 ist schon seit einigen Monaten im Einsatz. Chauffeur Loïc Lathion ist begeistert. «Er ist ein richtiges Kraftpaket», sagt er. «Bei uns ist es wichtig, dass man viel Kraft hat. Wir sind schliesslich in den Bergen, ich fahre zum Beispiel oft über den Simplon.» Er sei oft mit viel Gewicht unterwegs, zum Beispiel mit Treibstoff. Mit dem neuen starken Motor gewinne er auf seinen Touren viel Zeit. Gleichzeitig sei der Verbrauch moderat. Der Volvo FH16 780 von Lathion ist nicht nur von aussen ein Hingucker. Die Innenausstattung ist sehr luxuriös und mit viel Leder ausgeführt. Verkaufsberater Roland Maret von der Garage Visa in Saxon (VS), die Volvo Trucks vertritt, freut sich ebenfalls über den ersten 780er im Wallis. «Es gibt viele Details, die diesen Truck ausmachen. Die Lathions sind eben richtige Volvo-Freaks», sagt er lachend. Das bestätigt der Firmenchef in 4. Generation, Arnaud Lathion, der Vater von Chauffeur Loïc. «Ich habe hier mit Volvo Trucks begonnen und werde auch einmal mit Volvo Trucks abtreten.» ■ TEXT UND FOTOS: DANIEL VON KÄNEL Ein Kraftpaket fürs Wallis Die Lathion Transports SA in Sion hat einen Volvo FH16 780 im Fuhrpark Mit dem 780 PS starken FH16 von Volvo Trucks ist auch das gebirgige Wallis gut zu meistern. Arnaud (l.) und Loïc Lathion. Der F12 mit wellenartigen Streifen. Rabatt 20% Nur gegen Vorlage dieses Gutscheins an der Kasse. Nicht kumulierbar, Maximal 4 Eintritte pro Gutschein. Gültig bis zum 30.09.26

16 TITELSTORY «Wir transportieren alles, was es zum Gelingen einer Baustelle braucht», sagt Dominic Imhof, Co-Geschäftsführer der TIT Imhof AG in Kreuzlingen (TG). Das Transportgut besteht demnach aus verschiedensten Gütern, von Backsteinen, Dachziegeln, Zementwaren, Gerüst- und Baumaterialien sowie Schalungen bis hin zu Baucontainern. Es versteht sich von selbst, dass es dafür neben professionellem Personal auch eine professionelle Ausrüstung braucht. Aktuelle Generation Die TIT Imhof AG hat deshalb kürzlich vier neue Scania R 500 B6x2*4 LB beschafft. Ausgerüstet sind sie jeweils mit einem HIAB eX.232 HiPro E-5 Kran und einer KTL-Ladebrücke von Notterkran. Die neuen Fahrzeuge ersetzen die bisherige Flotte mit HIAB 211 E-5 HiDuo Kranen. Diese haben laut Dominic Imhof während 13 Jahren zuverlässig ihren Dienst geleistet. «Für uns war es der logische nächste Schritt, auf die aktuelle Generation zu setzen, mit bewährter Technologie, aber verbesserter Leistung.» Die TIT Imhof AG aus Kreuzlingen hat vier neue Kranfahrzeuge im Fuhrpark. Die Scania R 500 B6×2*4 LB sind mit HIAB eX.232 HiPro E-5 Kranen und KTL-Ladebrücken von Notterkran ausgerüstet. Damit sind sie flexibel einsetzbar. TEXT: DANIEL VON KÄNEL FOTOS: CELINE BÜTLER Die Leistungsdaten des aktuellen Modells sind dann auch beeindruckend. Der HIAB eX.232 HiPro E-5 gehört zur mittelgrossen Baureihe von HIAB und verfügt über ein Lastmoment von 21,3 Tonnenmetern. Bei einer vollen Reichweite von 17,3 Metern wiegt er nur etwas mehr als 2,5 Tonnen. Dank seiner hochfesten Stahlkonstruktion kann er trotzdem hohe Lasten tragen. Auch die Bedienung dieses leistungsfähigen Krans ist positiv hervorzuheben: HIAB HiPro bietet die wohl fortschrittlichste Fernsteuerung in der Branche. Der hohe Ölfluss sorgt für schnelle, genaue und gleichzeitige Bewegungen. Dazu kommen intelligente Funktionen für LaststaDie Chauffeure freuen sich über ihre neuen Lastwagen. Vier Scania R 500 mit HIAB-Kranen und Ladebrücken von Notterkran gehören neu zur Flotte der TIT Imhof AG. Vier neue Kranfahrzeuge

17 Nr. 5 | 2026 TITELSTORY Der HIAB eX.232 HiPro E-5 gehört zur mittelgrossen Baureihe von HIAB und verfügt über ein beeindruckendes Lastmoment von 21,3 Tonnenmetern. Der starke, aber leichte Kran ist wie geschaffen für den Bausektor. bilität und zusätzliche Kapazität, wenn diese am meisten benötigt werden. Individuell angepasst Die KTL-Ladebrücken wurden von Notterkran gezielt auf die Bedürfnisse der TIT Imhof AG abgestimmt. Verbaut wurde ein Brückenrahmen NK-FIX, der eine optimale Verfügbarkeit der Zurrpunkte gewährleistet, sowie zwei Paar Twistlock-Verschlüsse für eine maximale Sicherung der Baucontainer. Hinzu kommen noch grosszügige Staukisten mit Schubladen, die einen sauberen und fahrerfreundlichen Arbeitsalltag ermöglichen. Die vier neuen Kranfahrzeuge gehören zu einer Flotte von 60 schweren Nutzfahrzeugen, die regional und national für die TIT Imhof AG im Einsatz sind. Die ganze TIT Imhof Gruppe zählt rund 160 Mitarbeitende. Die Notterkran Group wiederum zählt mehr als 200 Mitarbeitende und hat ihren Hauptsitz im aargauischen Boswil. Sie vertritt weltweit führende Hersteller von Aufbaukranen und Hakengeräten in der Schweiz. Zudem bietet sie innovative Brückenlösungen, die individuell angepasst werden können. «Alles aus einer Hand» eben, wie die vier neuen ScaniaKranfahrzeuge in der Imhof-Flotte. ■ Die Ladebrücken wurden gemäss Kundenwunsch gefertigt.

18 Seit 1977 hat sich der International Truck of the Year IToY zur Top-Auszeichnung in der Lkw-Branche entwickelt. Rückblick Teil V, auf die Jahre um den Jahrtausendwechsel. ITOY 1999 Mercedes-Benz Atego Mit dem Atego hatten die Mercedes-Benz-Ingenieure die leichte und die mittelschwere Baureihe in einer gemeinsamen Baureihe vereint, welche eine Spanne zwischen 6,5 t und bis zu 36 t Gesamtgewicht abdeckte. Die Jury – sie war um die Länder Slowakei, Griechenland und Russland auf 18 Mitglieder gewachsen – liess sich von der hohen Detailfreude der Entwickler und der Verringerung der Einzelteile (siehe Actros) überzeugen. Alle Versionen des Atego erhielten Scheibenbremsen rundum, die Ansteuerung erfolgte bei den leichteren Modellen pneumatisch, bei den schwereren Modellen (ab 18 t) elektronisch. Als Motoren gab es 4-Zylinder (4,25 l OM 904) und 6-Zylinder (6,37 l OM 906), die ausschliesslich mit Handschaltgetrieben gekoppelt werden konnten. Während der 4-Zylinder bereits im Vorgänger zum Einsatz kam, war der Reihen-6-Zylinder eine Neuentwicklung. Die neue 2,3 m breite Kabine war ein weiterer Aspekt, der für den Atego sprach, denn sie bot rund 25 % mehr Kabinenraum. Richard Stanier ITOY 1998 DAF 95XF Mit einer neuen 12,6-l- Motorenreihe und einer rekordverdächtig geräumigen Super-Space-Cab konnte DAF 1998 die Jury und die Kundschaft überzeugen. Die Produktionskapazität in Eindhoven von 10 000 Fahrzeugen war bereits im ersten Produktionsjahr erreicht. Erstmals hatte DAF 1994 die Super-Space-Cab vorgestellt, im 95XF erhielt sie 20 cm mehr Länge und wurde 10 cm höher über dem Chassis montiert. Der komplett neue Motor hatte einen 4-Ventil- Zylinderkopf, einen direkt angetriebenen Lüfter und einen u. a. viel steifer gebauten Motorblock. Im 95XF weiter angeboten wurde auch der 14-l- Motor von Cummins. Die Bremsanlage erhielt weiterhin Bremstrommeln, welche für mehr Bremsweg als beispielsweise beim Actros sorgten, aber einfacher und günstiger im Unterhalt waren. Richard Stanier ITOY 1997 Mercedes-Benz Actros Mit dem Hightech-Lkw Actros sicherte sich Mercedes-Benz 1997 seine dritte IToY-Auszeichnung. Im Zuge der Gesamterneuerung seiner Palette brachte Mercedes im Actros neue Motoren, eine neue Getriebesteuerung, neue Sicherheitssysteme und neue Kabinen. Auch brachte der modulare Aufbau über die ganze Palette einen signifikanten Rückgang des Bauteile-Inventars um 75 %. Es gab neue V6- und V8-Motoren (OM501LA, OM502LA) und serienmässig das elektronische Bremssystem mit Scheibenbremsen (eine Industriepremiere). Trotz neuer, automatisierter Gangschaltung Telligent war ein herunterklappbares «Kupplungsnotpedal» eingebaut. Die neuen Kabinen (2,5 m) waren in drei Höhen erhältlich und boten deutlich mehr Innenraum als im Vorgängermodell. Richard Stanier Die Mega-Space-Kabine bot 1,9 m Stehhöhe. 1998 die grösste Kabine auf dem Markt. Der Atego bot eine geräumige, neue Kabine. Hinüber ins neue Millennium 50 Jahre International Truck of the Year – 1997 bis 2001 Die IToY-Gewinner 1977: Seddon Atkinson 200 1978: MAN 16.280 1979: Volvo F7 1980: MAN 19.321 1981: Leyland T45 1982: Ford Cargo 1983: Renault G260 1984: Volvo F10 1985: Mercedes-Benz LN2 1986: Volvo FL 1987: MAN F90 1988: DAF 95 1989: Scania Serie 3 1990: Mercedes-Benz SK 1991: Renault AE Magnum 1992: Iveco EuroCargo 1993: Iveco EuroTech 1994: Volvo FH 1995: MAN F2000 1996: Scania Serie 4 2002: DAF LF 2003: Iveco Stralis 2004: Mercedes-Benz Actros 2005: Scania Serie R 2006: MAN TGL 2007: DAF XF 105 2008: MAN TG 2009: Mercedes-Benz Actros 2010: Scania R 2011: Mercedes-Benz Atego 2012: Mercedes-Benz Actros 2013: Iveco Stralis 2014: Volvo FH 2015: Renault Trucks T 2016: Iveco Eurocargo 2017: Scania R & S 2018: DAF XF & CF 2019: Ford F-Max 2020: Mercedes-Benz Actros 2021: MAN TGX 2022: DAF XF & XG & XG+ 2023: DAF XD 2024: Volvo FH Electric 2025: Mercedes eActros 600 2026: DAF XD & XF Electric 2027: ab 15. Sept. 2026

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